Test: „DDOPTICS Pirschler 8×56“: Lichtstarker Einstieg in die Welt der Ferngläser?

Die Jagdausübung befindet sich mitten in einem Wandel. Immer häufiger kommt es vor, dass man in der Dämmerung oder zur Nachtzeit ansitzen muss, um Wild vor die Büchse zu bekommen. Dabei werden Ferngläser mit großer Lichtausbeute immer wichtiger:

Ich darf vorstellen: Das DDoptics Pirschler 8×56 mit „Abbe König“ Prismen. Ein Fernglas welches höchstmögliche Lichtausbeute mit einem großen Sehfeld kombiniert.

Kurz zu DDoptics

Die in Chemnitz ansässige Firma hat sich darauf spezialisiert, hochwertige Optiken (für Jagd und weitere Naturerlebnisse) herzustellen, und dabei gezielt auf hohe Margen verzichtet, um deren Produkte für alle zugänglich zu machen.

Zur Produktpalette gehören Ferngläser, Zielfernrohre, Spektive, Entfernungsmesser und Nachtsicht- sowie Wärmebildgeräte. Im Allgemeinen scheinen die Produkte gut bei den Käufern anzukommen, weswegen ich mich entschieden habe dieses Fernglas zu kaufen.

Technische Daten

Gewicht1150g
Vergrößerung8x
Objektivdurchmesser56mm
Austrittspupille7mm
Sehfeld auf 1000m129m
Dämmerungszahl21,6
PrismenartAbbe König
GehäusematerialMagnesium
Maße (h/b/t)190/155/65 mm

Weitere Informationen auf der DDoptics Website:

https://www.ddoptics.de/de/fernglas-pirschler-8×56-magnesium-generation-3

Äußerer Eindruck

Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich mir eine Sonderedition in einem Braunton gekauft, da ich schwarze oder grüne Ferngläser einfach weniger ansprechend finde, im Vergleich zur braunen Alternative, wie DDoptics sie anbietet.

Die Haptik des Fernglases weiß zu gefallen. Dadurch dass es Einschneidungen (ähnlich einer Fischhaut) gibt, lässt es sich gut und sicher greifen. Lediglich das Gewicht und die Größe des Fernglases finde ich etwas nachteilig. Diese sind jedoch den „Abbe König“ Prismen geschuldet, welche normalen Dachprismen immer vorzuziehen sind.

Die Augenmuscheln sind rausdrehbar und arretieren in drei Positionen, perfekt für alle Situation (mit oder ohne Brille). Desweiteren gibt es auf der rechten Seite an den Augenmuscheln ein Rad zur Einstellung der Dioptrien, um möglich vorhandene Sehschwächen auszukurieren. Durch das Fokussierrad ist das scharfstellen schnell und unkompliziert.

Deckel zum Schutz der Objektive, sowie der Okulare sind selbstverständlich auch vorhanden, wobei gesagt sein muss, dass die Objektivdeckel locker sitzen und gelegentlich von alleine aufklappen, was in der Praxis an sich kein Problem darstellen sollte.

Dämmerungsleistung

Das Glas konnte ich im Wald und auf dem Feld ausgiebig testen, und habe gezielt die Dämmerung dafür gewählt, um schauen zu können, was das Glas in der dunklen Zeit zu bieten hat. 8×56 ist ja theoretisch schonmal nicht schlecht, aber wie ist es praktisch?

Auch gut! Ich konnte im Wald nach Sonnenuntergang Details erkennen, die ich mit dem bloßen Auge nie und nimmer erkannt hätte. Und das ganze bis 50 Minuten nach Sonnenuntergang. So erkannte ich zum Beispiel einen Fuchs der streifte, und konnte ihn sogar relativ gut ansprechen.

Auch auf dem Feld hat sich das Glas als sehr lichtstark erwiesen! 129 m Sichtfeld sind ein Machtwort und sonst nur in höherpreisigen Ferngläsern zu finden. Ein Reh hätte ich damit locker ansprechen können, was für einen waidmännischen Schuss unabdingbar ist.

Alles in allem ein Glas mit einer wirklich hohen Performance, nach dem die Sonne untergangen ist, und auch kurz bevor sie aufgeht. Lediglich die Randschärfe könnte etwas besser sein, aber für den Preis mehr als akzeptabel!

Lieferumfang

Nebst einer Anleitung und Informationen des Herstellers DDoptics, kam folgendes mit dem Fernglas:

  • Eine Tragetasche
  • Ein Trageriemen (für das Fernglas)
  • Ein Trageriemen (für die Tasche)
  • Ein Mikrofasertuch
  • Okular- und Objektivdeckel

An sich ist das ein Standard Lieferumfang, wie es die meisten Fernglas mitbringen.

Zur Tragetasche: Die Tasche wirkt robust und bieten Platz für Fernglas, Trageriemen, Mikrofasertuch und mehr. Das transportieren eines Lenspens zur Reinigung des Fernglases wäre kein Problem. Nachteilig ist, dass die Tasche grün ist, nicht braun wie das Fernglas.

Zum Trageriemen (Fernglas) Der Hersteller des Trageriemens ist niemand geringeres als Niggeloh (!!!). Niggeloh ist vorallem bekannt als Hersteller für Gewehrriemen und ist absoluter Spezialist in diesem Gebiet, umso mehr gefällt mir, dass der Riemen tatsächlich von Niggeloh ist. Dadurch lässt sich das Fernglas angenehm tragen. Optisch macht es auch was her, somit volle Punktzahl für den Trageriemen.

Fazit

Positiv

  • Guter Preis (ca. 600€)
  • Gute Dämmerungsleistung
  • Großes Sehfeld
  • Ansprechende Optik (Geschmackssache)
  • Gute „Abbe König“ Prismen
  • Bequemes „Niggeloh“ Trageriemen

Negativ

  • Relativ groß und schwer
  • Objektivdeckel nicht ganz dicht
  • Tragetasche nicht in Fernglas Farbe
  • Randschärfe ist ausbaufähig

Im Großen und Ganzen handelt es sich beim DDoptics Pirschler III 8×56 um ein Glas, welches ich sehr gerne weiterempfehle, weiterempfohlen habe und es in Zukunft auch weiterempfehlen werde.

Gekauft habe ich es bei Living Active. Den Online Shop kann ich auch weiterempfehlen. Die Lieferung ging schnell und Fragen worden zügig, sowie fachmännisch beantwortet.

Zum Produkt

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